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Berlin-Tegel - Otto Lilienthal (EDDT) ist in die Jahre gekommen. Er zählt nun zum alten Eisen und soll durch Willy Brandt oder auch „Flughafen Berlin Brandenburg International“ genannt, ersetzt werden. Wir sprechen von dem modernsten Flughafen in Europa, welcher planmäßig am 03. Juni eröffnen sollte. An diesem Tag sollte auch der letzte offizielle Flug in Tegel abfliegen. Bedingt durch ein Problem mit der Brandschutzanlage, was zu einer Verzögerung der Eröffnung führt, hat der Flughafen Berlin-Tegel eine ungeplante Gnadenfrist bekommen.

Viele Piloten verbinden mit diesem geschichtsträchtigen Airport einprägsame Erlebnisse und Blicken mit einem Lächeln im Gesicht auf die guten Zeiten zurück.

Durch die verschobene Eröffnung des BER besteht nun die Möglichkeit für den VFR-Piloten, sich mit einer aller letzten Landung gebührend von TXL zu verabschieden. Hierbei gibt es einige wichtige Dinge zu beachten, da der Flughafen nicht mehr für die „kleinen“ Flieger ausgelegt ist. Zur Zeit ist Berlin-Tegel für Landungen mit Ultraleichtflugzeugen nicht zugelassen!

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Das wichtigste ist die Beantragung eines Slots. Ohne diesen ist ein Anflugversuch zwecklos und wird abgewiesen. Hierfür muss bei der Verkehrsleitung unter der Nummer +49(30) 41012300 (siehe AIP) angerufen und die E-Mailadresse hinterlassen werden, worauf man den PPR-Antrag in digitaler Form zugeschickt bekommt. Eine Bearbeitung findet jedoch frühestens einen Tag vor der geplanten Anreise statt, weshalb man zeitlich flexibel planen muss. Sollte der Antrag abgelehnt werden, kann man ihn wiederholt mit einer veränderten „erwarteten Ankunftszeit“ abschicken und das Prozedere beginnt erneut. Aus verkehrstechnischen Gründen empfiehlt es sich einen Termin am Wochenende oder während "Verkehrstälern", zu wählen.

txl2Nach erteilter Genehmigung, welche man ebenfalls per E-Mail erhält, steht der Landung in Berlin-Tegel nichts mehr im Wege. Der Anflug erfolgt nach den gängigen Verfahren, welche in der AIP veröffentlicht sind.

Nach der Landung wird man von einem Follow-me zur Parkposition, im allgemeinen Fall ist dies die 40, geleitet. Von hier aus, gelangt man nur mit Hilfe des Follow-me über das Vorfeld zum Terminal. Es empfiehlt sich eine kleine Pause auf der Besucherterrasse oder im Restaurant „Red Baron“.

Um zurück zum Flugzeug zu gelangen, kontaktiert man telefonisch die Verkehrsleitung und lässt sich einen Follow-me rufen. Dieser bringt einen dann sicher und schnell zum Flieger. Während der Fahrt kann man noch einmal große Maschinen bestaunen.

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Das Personal ist nach wie vor motiviert und freut sich über ein wenig Abwechslung. Allerdings sollten Sie den Aufenthalt so kurz wie möglich gestalten, da der Flughafen nicht für die "General Aviation" ausgelegt ist und auch höhere Abstellgebühren entstehen können. Die Landegebühren in Höhe von 38,08 € für eine Cessna 172 zuzüglich Handlingsgebühren lassen den Aufenthalt zu einem teureren Vergnügen werden, als sonst an anderen Plätzen.

Nichts desto trotz ist die Atmosphäre auf dem Flughafen Berlin-Tegel einzigartig und sollte auf jeden Fall mit einer letzten Landung genossen werden! Geübte Mitflieger mit Kamera sollten natürlich nicht fehlen, um die schönsten Momente einzufangen.

 

Sie können uns gerne kontaktieren, falls Sie noch weitere Fragen oder zusätzliche Hinweise zum Beitrag haben.

Winterzeit ist Gerüchtezeit.

Dies bekam in den letzten Monaten der Flugplatz Eberswalde-Finow (EDAV) zu spüren. Nach dem Weggang von Henning Lueg (Air Tempelhof) mit seinem Unternehmen und einigen Flugzeugen, wie auch dem Wegfall des Schulungsbetriebes der Flugschule Müller, breiteten sich Schließungsgerüchte über den Platz im Nordosten rasant aus. Teilweise wurde die „Solarmafia“ beschuldigt. Auch andere kuriose geschichten waren zu hören.

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Nun, da der Winter seine Schatten langsam kürzer zieht, zeigt sich, dass es doch nur Gerüchte sind.

Wie eh und je ist der Platz sieben Tage in der Woche anfliegbar.

Opfer des Hin und Her der letzten Monate ist u.a. die kleine Gaststätte vor dem Turm: Wirtin Angelika Kauffmann hat erhebliche Einbußen und schaut mit einem kritischen Blick in die Zukunft. Obwohl der Platz nach wie vor geöffnet ist, kommen kaum Piloten und Flugzeuge nach Finow. Zu tief sitzen die Gerüchte und es wird mühsam, nun wieder mehr Verkehr an den Platz zu bekommen.

Zwar wurde die Piste von 2500 auf 1600 Meter gekürzt, ansonsten ist jedoch alles wie beim Alten. Tanken, Dienstleistungen und Imbiss stehen den Gästen zur Verfügung. Am Wochenende kann nach wie vor gegrillt werden und für die Anbindung steht ein Mietwagen bereit. Damit lohnt sich auch weiterhin ein Ausflug an die Nordostecke des Berliner Umlandes. Denn gerade von Finow aus kann man interessante Rundflüge, z.B. zum Schiffshebewerk oder den südlichen Ausläufern der Uckermark starten. Flugzeit von EDAY = 13 Minuten, von EDAZ 28 Minuten (100kts/h.).

Vielleicht planen auch Sie mal bei Ihrem nächsten Ausflug einen Stopp in EDAV!

 

Weitere Informationen: Flugplatz Eberswalde-Finow

 

Pilot Info 01/2016Am 22.02.2016 hat die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH eine neue Piloteninformation über ihre Homepage veröffentlicht. Thematisiert wird dieses mal die Vermeidung von Unfällen von VFR-Piloten in IFR-Wetterbedingungen.

Die Flugsicherung betont in der VFR Pilot Info noch einmal die Wichtigkeit und Unterstützungsmöglichkeiten der FIS-Lotsen. Des Weiteren wird vor "Selbstgebastelten GPS-Anflügen" gewarnt, da diese in der Vergangenheit meistens tödlich endeten. Am Ende des Dokuments sind noch einmal wichtige Tipps für das Szenario "Einflug in schlechte Wetterbedingungen" zusammengefasst aufgelistet.

Wir können uns diesen Empfehlungen nur anschließen. Solche Informationsblätter sind wichtig und geben im Fall der Fälle Handlungsicherheit und Alternativen auf. Falscher Stolz und fehlende Einsicht einen Fehler gemacht zu haben, sind einen Einflug in schlechtes Wetter und ggf. einen schweren Unfall zu erleiden nicht wert.

Link: VFR-Pilot Info 01/2016

 

Einen beispielhaften Untersuchungsbericht zu diesem Thema hat die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) im September 2015 veröffentlicht. Bei diesem Flug von Rügen (EDCG) nach Reichelsheim (EDFB) wurden leider zwei Personen tödlich verletzt.

Link: Untersuchungsbericht der BFU | Aktenzeichen: 3X021-14

 

Wer sich für die Arbeit der BFU interessiert, findet unter folgendem Link eine interessante Dokumentation dazu.

Link: Exclusiv im Ersten: Crash am Himmel - Spurensuche nach einem Flugunfall

 

Solltet ihr noch weitere Informationen oder Fragen zu diesem Thema haben, könnt ihr uns gerne kontaktieren oder einen Kommentar verfassen. In diesem Sinne always happy landings.

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Quelle: Deutsche Flugsicherung GmbH
Trotz der großen Umstrukturierungen des Luftraums über dem neuen Flughafen Berlin-Brandenburg (BER), wird es kein neues ICAO-Kartenblatt Berlin geben. Der offizielle Grund sind Druckprobleme, da noch in den letzten Tagen u.a. die Untergrenzen des Luftraumes Charlie geändert wurden. Vermutet wird aber, dass die Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) den Piloten, die ja schon im März ihre neuen ICAO-Karten für 2012 kaufen mussten, nicht erneut den Kauf der Karten aufzwingen möchte. Womöglich hätte dies erneut negative PR für den Flughafen bedeutet.

Die neue Luftraumstruktur, die u.a. dazu führt, dass es über Berlin nur noch eine einzige Kontrollzone und für diese zwei Pflichtmeldepunkte ("November" und "Mike") geben wird, ist als einfaches Zusatzblatt veröffentlicht. Die Anflugpunkte "Hotel" und "Zulu" gelten weiterhin nur für den Hubschrauberlandeplatz Ahrensfelde.

In den ICAO-Karten, die ab Mitte Mai bestellt werden, wird der Kartenausschnitt mit den Änderungen über Berlin einfach hinzugelegt.

Wer jedoch schon die neue ICAO-Karte besitzt, kann sich das Zusatzblatt ab sofort auf der DFS-Homepage herunterladen. Außerdem sind die elektronischen Versionen als Segel- und Motorflugkarte im Bereich „Pilots and Operations“ abrufbar. Weiterhin wird das Zusatzblatt im Mai als AIC zusammen mit den „Amendments“ der Luftfahrthandbücher AIP IFR und AIP VFR veröffentlicht. Gleichzeitig  erscheinen  die Anflugverfahren für Sichtflieger auf den Flughafen Berlin Brandenburg im Luftfahrthandbuch AIP VFR.

Anmerkung 10.05.2012: Aufgrund der Änderung des BER-Eröffnungsdatums, gilt das Zusatzblatt zur ICAO-Karte Berlin voraussichtlich erst ab 2013. Sollte der Eröffnungstermin nach März gelegt werden, so wird die neue Struktur vermutlich in den 2013er-ICAO-Karten zu finden sein.

 

Weitere Informationen: www.dfs.de