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Tag vier: Heute stehen sowohl das für Norwegen wahrscheinlich obligatorische Angeln als auch ein Flug in den Sonnenuntergang auf dem Plan.

 

 

Nach dem Fang dreier Makrelen geht es nun - gegen 19:00 Uhr - zum Flughafen von Florø. Wir hatten bereits zwei Flugpläne aufgegeben. Der erste Flug soll uns von Florø aus über den Ålfotbreen-Gletscher nach zum Flughafen Førde/Bringeland führen.
Ursprünglich war der Rückflug nach Florø als NVFR-Flug geplant. Da in Norwegen jedoch die Zeit des bürgerlichen Sonnenuntergangs als Nachtbeginn definiert ist, wird es bei einem normalen Tagflug bleiben, da uns ein Flug im Dunkeln als nicht sehr sinnvoll erscheint – wir wollen ja schließlich den Sonnenuntergang beobachten. Für NVFR-Flüge in kontrollierten Lufträumen ist übrigens vor Flugbeginn eine Genehmigung von der zuständigen Kontrollzentrale einzuholen. Wie genau diese einzuholen ist, ist der AIP allerdings nicht zu entnehmen. Wir vermuten, dass schon ein einfacher Anruf bei der jeweiligen Zentrale genügen würde.

Der Flug nach Bringeland zeigt uns einmal mehr die Schönheit der norwegischen Natur mit ihren steilen Felswänden, unzähligen kleinen Bergseen und mehrere tausend Jahre alten Gletschern. Übrigens reichen die Berggipfel in der Region um Florø auf eine Höhe von rund 1600m. Da das Gelände aber relativ schnell von Meeresspiegelhöhe aus ansteigt, wird der Eindruck vermittelt, in einem Hochgebirge zu fliegen.
Beim Anflug auf Bringeland aus Richtung Norden sind mehrere hundert Meter hohe Felsvorsprünge zu überfliegen, während der Flugplatz selbst auf einem rund 300m hohen Plateau liegt. Da wir uns von den möglicherweise doch recht starken Auf- (und vor allen Dingen) Abwinden schützen wollten, melden wir uns beim Flugleiter von Bringeland in 6500 Fuß. Unsere gemeldete Flughöhe wird von ihm mit „In five years, I have never heard a plane flying in 6500ft to Bringeland. From up there, you can´t see anything.“ quittiert.

 

 

Auf dem Rückflug nehmen wir uns seine Worte zu Herzen und folgen auch seiner Empfehlung, die Route durch den Dalsfjord zu nehmen. Doch sind bei Flügen durch Fjorde stets nicht nur die Auf- und Abwinde zu beachten, sondern auch die Tatsache, dass viele Fjorde von Hochspannungsleitungen gequert werden, sodass grundsätzlich nicht unterhalb der Felswandhöhe geflogen werden sollte. Hochspannungsleitungen sind kaum zu erkennen und eine Berührung mit ihnen kann ziemlich schnell böse Folgen haben.

 

 

Der Sonnenuntergang bei einer Overcast-Bewölkung in 7000 Fuß, aber freiem Himmel über der Westküste und leichtem Regen übertrifft unsere Erwartungen und sorgt für spektakuläre Eindrücke.

 

Originalaufzeichnung des Fluges Florø - Ålfotbreen-Gletscher- Førde/Bringeland

 

Das Video zum Flug

 

Weiterlesen: #8 Rückflug Teil 1




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