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Sonntagvormittag. Jetzt sollte es losgehen. Ziel: Oslo.

Doch der erste Blick auf das GAFOR am Morgen warf unsere Planung bereits über den Haufen. Aufgrund einer großen Gewitterzelle über Mecklenburg Vorpommern, welche von Westen nach Osten zieht, sind wir gezwungen, unseren Abflug auf den späten Nachmittag zu verschieben und einen Übernachtungsstopp in Kopenhagen-Roskilde einzulegen. Das heißt also: Übernachtung per airbnb buchen und EOBT verschieben.
Die vorhergesagte Unwetterzelle über Mecklenburg-Vorpommern passieren wir in FL65 und erreichen nach etwas weniger als zwei Stunden unser erstes Etappenziel Roskilde wie erwartet problemlos und unkompliziert.

Der Flugplatz Roskilde ist genau so, wie man sich wohl jeden großen GA-Flugplatz wünscht: Ausreichend lange Pisten und Rollwege in einwandfreiem Zustand, nette Fluglotsen (Ja, tatsächlich Fluglotsen - EKRK hat eine eigene Kontrollzone direkt unter der Kastrup-TMA.), freundliches und äußerst hilfsbereites Bodenpersonal. Trotzdem stellen wir uns die Frage, ob diese Infrastruktur nicht doch etwas überdimensioniert ist. Immerhin konnten wir während unseres Aufenthaltes - also von Landung und tanken bis Flugzeug entladen - lediglich eine einzige Flugbewegung zählen.

Für Landung und Abstellgebühren zahlen wir umgerechnet 18,00 Euro. Mit dem Taxi geht es zu unserer Unterkunft in der Innenstadt Roskildes. Für die Fahrt in die Stadt sollte man mit ca. 30,00 Euro rechnen. Den Tag lassen wir beim Italiener ausklingen.

Der nächste Morgen. Heute soll es direkt Richtung Norwegen - genauer - Oslo gehen. Leider macht uns das Wetter wieder einen Strich durch die Rechnung und wir entscheiden uns dazu, früher zu starten. Selbstverständlich hat diese Planänderung auch eine Ändeung des Flugplanes zur Folge. Da der norwegische Zoll jedoch mindestens vier Stunden vor Einflug in den norwegischen Luftraum per Flugplan über die Einreise informiert werden will und wir diese vier Stunden bei einem früheren Abflug nicht mehr einhalten können, planen wir einen kurzen Zwischenstopp in Göteborg/Säve ein. Diesen Flughafen hatten wir bereits im letzten Jahr besucht und wissen, wie unkompliziert dort alles war. Dort angekommen bewarheitet sich diese Erinnerung sogleich; auf die Frage, wie denn unsere Ausreise aus der EU dem schwedischen Zoll anzumelden sei, erfahren wir: „Ah, they don´t care at all! Just fly.“ Die Landegebühr in Göteborg/Säve beträgt akzeptable 26,00 Euro.
Nach Absitzen der letzten Stunde geht es nun also endlich in FL65 weiter zum Flugplatz Kjeller bei Oslo. Diesen Platz, der auch durch das Militär genutzt wird, hatten wir für unseren Oslobesuch gewählt, da er der Stadt am nächsten liegt und wir uns natürlich die Lande- und Abstellgebühren des Verkehrsflughafens Oslo/Gardermoen sparen wollten. Wir hatten uns im Vorfeld per Mail bei der Flugplatzleitung angekündigt, da der Flugplatz außerhalb der Nutzungszeiten des Militärs PPR ist.

 

 

Für Deutsche etwas ungewohnt, aber in den meisten Ländern Normalität und sicherlich auch nichts besonders Herausforderndes ist das Fliegen ohne Flugleiter, das auch in Kjeller praktiziert wird. Hier heißt es also einfach: Blindmeldungen absetzen und Platzrunde und Flugplatz beobachten. In Kjeller ist aber gerade nichts los. Sowohl auf der Frequenz als auch in der Platzrunde.
Kaum gelandet, begrüßt uns auch schon der "Flugplatzchef" und lässt sich von uns versichern, dass wir auch ja den Zoll über unseren Flug informiert haben. Hier scheint man bei diesem Thema wohl keinen Spaß zu verstehen. Dennoch: Kein Zöllner zu sehen.
Nun geht es erst einmal in die Innenstadt von Oslo!

 

Das Video zur Strecke Berlin-Roskilde

 

Weiterlesen: #6 Cross-Country nach Florö




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