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Noch 80 Tage zählt man, bis Berlin seinen neuen Flughafen bekommt.

Zwischen Mörtel, Backsteinen und Dämmplatten schauen manche Bauarbeiter aus als hofften sie auf den Zauberer von Oz, der die ganze Baustelle in die Luft hebt und an anderer Stelle fix und fertig absetzt.

Doch in der Realität bedarf es keines Zauberstabes, sondern handfester Arbeit, notfalls auch nach 18 Uhr hinaus und vielleicht auch mit der einen oder anderen Wochenendschicht.

Trotzdem meinen 90% der Arbeiter, dass der Flughafen pünktlich am 03.Juni in Betrieb geht.

Schauen wir rüber auf das Rollfeld. Ginge es nach der DFS und den Piloten mit ihren Flugzeugen, könnte der Betrieb auch heute schon beginnen.

Bis auf wenige kleine Abschnitte, so zum Beispiel auf den südlichen Rollwegen, sind das Vorfeld und die Rollwege fertig. Kleine VW-Busse schnurren umher und stellen die Flugzeuge in der Rollsimulation dar. Piloten, zusammen mit Vorfeldmitarbeitern, simulieren das Ein- und Ausrollen von Flugzeugen. Dazwischen ein Airbus A321 von der Lufthansa, welcher nun auch offiziell das erste richtige Flugzeug auf dem neuen Vorfeld darstellt. Die Maschine wird von Gate zu Gate gezogen und testet das Andocken an die neuen Flugsteige. Etwas ängstlich hantieren die Mitarbeiter, da Versicherungsfragen noch offen sind. Mitarbeiter der Herstellerfirma helfen und justieren die Brücken.

Im Inneren herrscht an allen Ecken reges Treiben. Fast alle Bautätigkeiten sind zu sehen, zwischen Mauern und Isolieren haben hunderte von Bauarbeitern zu tun.

Die wohl arbeitsintensivsten Tätigkeiten dürften die vielen Elektroarbeiten wie Verkabeln und Anschlüsse legen, sein. Oft fehlen noch Steckdosen oder Verteiler.

 

 

Immer wieder zwischendurch stehen die Brandwachen. Arbeitsschutz wird hier groß geschrieben und die Leute von der Feuerwehr überprüfen fortlaufend die Arbeiten und alle Räumlichkeiten.

Die große Markthalle ist noch vollständig eingerüstet und bedarf auch noch jeder Menge Arbeiten wie Dämmplatten und Wände einziehen, Scheiben und Türen einsetzen. Der Boden ist zu 80% fertig. Viele Kleinarbeiten an den Türen und Übergängen fehlen noch.

Alle Rolltreppen sind eingesetzt. Bei den normalen Treppen fehlen oft noch Geländer und natürlich der Bodenbelag.

Schwieriger gestalten sich die operationellen Arbeitsabläufe: Einchecken, Gepäck versenden und die Gäste zum richtigen Gate schicken. Gut 270 Komparsen „mimen“ heute die Fluggäste und suchen sich ihren Weg zum Flugzeug, mit Erfolg, ohne Erfolg. Schilder fehlen noch und viele Wege sind noch unpassierbar. So wird der Zug der Komparsen eher durch einen abgesperrten Parcours geleitet, als dass sich die „Fluggäste“ selbst den richtigen Weg suchen. So werden die Tests eher zu Besichtigungstouren neugieriger Berliner, als dass wirklich Ergebnise herauskommen.

Der Flughafen macht 80 Tage vor der Eröffnung einen wirren und unglaubwürdigen Eindruck. Unglaubwürdig in Bezug auf die Behauptung, dass hier ein geordneter Betrieb zum Sommer hin möglich sein soll.

Doch oft fällt es Laien schwer, Arbeitsabläufe auf dem Bau richtig einzuschätzen.

Gerüste sind schnell abgebaut, Wand- und Dachplatten sind schnell angebracht und was eben noch wie Chaos aussah, präsentiert sich wenige Tage später als fertiges Foyer oder als Warteraum. Die Grundzüge des Innenausbaus sind klar zu erkennen, es ist bereits ein „Gesicht“ vorhanden. Nun geht es an Justierungen und den Feinschliff. Mit einem regulären Einschichtbetrieb dürften sich noch etliche Probleme einstellen.

BER wird planmäßig eröffnen, doch wird es viele Ecken und Kanten geben, an denen noch gearbeitet werden muss.

 




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