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Mit der Privatpilotenlizenz für Leichtflugzeuge, LAPL(A) nach EASA-FCL (Light Aircraft Pilot Licence, - European Aviation Safety Agency - Flight Crew Licensing), erlangt man die Erlaubnis zur Durchführung von Flügen als Pilot In Command (PIC) mit einmotorigen Landflugzeugen mit Kolbentriebwerk oder TMG mit einer höchstzulässigen Startmasse von 2000kg (z.B. Cessna 172) im In- und europäischen Ausland. Hierbei dürfen bis zu drei Personen befördert werden, d. h. es dürfen sich zu keinem Zeitpunkt mehr als vier Personen an Bord des Flugzeugs befinden, sobald der Lizenzinhaber nach der Erteilung der Lizenz zehn Stunden Flugzeit als PIC auf Flugzeugen oder TMG absolviert hat. Die Lizenz kann später um weitere Lizenzen und Klassenberechtigungen erweitert werden. Für Flüge in andere Länder wird das Sprechfunkzeugnis (BZF I - deutsch und englisch) und zusätzlich noch ein ICAO-Sprachtest benötigt.

 

Voraussetzungen für die Erlangung der Lizenz


Der Bewerber für eine LAPL (A) muss:

  • mindestens 16 Jahre bei Beginn der Ausbildung, zur Erlangung der Lizenz 17 Jahre alt sein.

  • im Besitz eines gültigen Tauglichkeitszeugnisses für LAPL, Klasse 1 oder Klasse 2 sein.

  • spätestens während der Ausbildung ein Sprechfunkzeugnis (BZF II) erworben haben.

  • die theoretische Prüfung zur LAPL (A) erfolgreich absolviert haben.

  • die praktische Prüfung zur LAPL (A) erfolgreich absolviert haben.

  • weitere Voraussetzungen: siehe „Praktische Ausbildung“ erfüllen.

 

Voraussetzungen für die Ausübung der Rechte einer LAPL (A)


Der Inhaber einer LAPL (A) muss:

  • im Besitz eines gültigen Tauglichkeitszeugnisses zumindest für LAPL sein,

  • innerhalb der letzten zwölf Monate vor dem Ablauf der Gültigkeit der Berechtigung 24 Flugstunden als verantwortlicher Pilot (PIC), entweder auf einem einmotorigen Landflugzeug mit Kolbentriebwerk oder Reisemotorsegler nachweisen, einschließlich:

    • zwölf Starts und zwölf Landungen;

    • ein Übungsflug von mindestens einer Stunde Dauer mit einem FI(A) oder CRI(A). Dieser Flug kann durch jede andere Befähigungsüberprüfung oder praktische Prüfung für eine Klassen- oder Musterberechtigung ersetzt werden.

 

 

Theoretische Ausbildung


Feste Theorieunterrichtsstunden sind keine Vorschrift mehr. Der Theoriestoff kann auch mit einem Fernlehrgang oder im Selbststudium erlernt werden.
Es sind Kenntnisse in folgenden Bereichen nachzuweisen:

  • Luftrecht

  • Menschliches Leistungsvermögen

  • Meteorologie

  • Kommunikation

  • Grundlagen des Fliegens

  • betriebliche Verfahren

  • Flugleistung und Flugplanung

  • allgemeine Luftfahrzeugkunde

  • Navigation

 

 

Praktische Ausbildung

 

Zur praktischen Ausbildung gehören 30 Blockstunden (Blockzeit: von der ersten Bewegung des LFZ bis zum Stillstand).  Davon müssen mindestens 15 Stunden mit Fluglehrer geflogen werden und mindestens fünf Stunden Überlandflug durchgeführt werden. Zusätzlich werden mindesten 6 Stunden überwachter Alleinflug, davon 3 Stunden Allein-Überlandflug mit mindestens einem Überlandflug von mindestens 150 km (80 NM), wobei 1 vollständig abgeschlossene Landung auf einem anderen Flugplatz als dem Startflugplatz durchgeführt wurde. Für die Schulung wird primär eine Cessna C-150, C-152 und C-172, Diamond Katana DA-20 oder Piper PA-28 eingesetzt.
 


Prüfungen


Die Ausbildung wird mit einer theoretischen und praktischen Prüfung abgeschlossen. Sinnvollerweise wird die theoretische Prüfung im Zeitraum nach dem ersten Alleinflug abgelegt. Geprüft werden im "Multiple Choice-Verfahren" alle Fächer der theoretischen Ausbildung. Die praktische Prüfung findet am Ende der Ausbildung statt. Gemeinsam mit einem Prüfer wird eine Flugstrecke von ca. 90 Minuten und einer Zwischenlandung absolviert.
 


Erleichterung


Bei Bewerbern, die bereits Erfahrung als PIC besitzen, kann eine Anrechnung auf die Anforderungen für eine praktische Ausbildung erfolgen. Die Anzahl der angerechneten Stunden wird durch eine Ausbildungsorganisation (ATO) mit Hilfe eines Vorab-Testflugs festgelegt, jedoch darf diese in keinem Fall die gesamte Flugzeit als PIC überschreiten. Maximal können 50% der erforderlichen Stunden für die praktische Ausbildung erlassen werden.
 


Kosten


Noch gibt es keine Ausbildungsorganisation, welche die Ausbildung anbietet. Somit lässt sich noch ein Vergleichsangebot einholen. Es ist jedoch mit einem Betrag von ca. 7500€, zu rechnen.

 


Unterschiede PPL (A)

 

Der LAPL ist nur in Europa gültig und nicht ICAO-konform.
 
In Überarbeitung März 2016, Stand: März 2012 Quelle: VO (EU) 1178/2011