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ctr eddb vorschauQuelle: DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

 

Am 31. Oktober 2020 soll der neue Berliner Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) offiziell seinen Betrieb aufnehmen. Trotzdem wird es erst einmal nur einen Einpisten-Betrieb der nördliche Piste geben, also wie beim "alten" Flughafen Berlin-Schönefeld. Berlin-Tegel bleibt weiterhin geöffnet und der An- und Abflug bleibt unverändert. Auch der aktuelle Luftraum C bleibt zunächst unverändert.

 

Am 04. November 2020 treten dann die BER-Flugverfahren in Kraft und die zweite (südliche) Piste wird ihren unabhängigen Parallelbetrieb aufnehmen. Aus "einer" großen Kontrollzone (die nahtlose Zonengrenzen hatte) werden nun zwei separate, welche grob einmal das nördlich und einmal das südlichen Stadtgebiet umfassen. Der bisherige Luftraum C wird um den BER erweitert. Berlin-Tegel wird noch bis zum 08. November betrieben. Hauptsächlich um alle Passagierflugzeuge vom Vorfeld wegzubekommen.

 

ctr eddb 04 08Quelle: DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

 

Ab dem 09. November 2020 ist der Flughafen Berlin-Brandenburg der alleinige Berliner Flughafen mit seiner Kontrollzone und dem dazugehördenden nun neuen Luftraum C (siehe Link unter "Quellen und weitere  Informationen"). Dieser wird an den östlichen und westlichen Seiten jeweils HX-Anteile, die je nach aktueller Betriebsrichtung aktiv sein werden, um möglichst viel Luftraum für den Luftsport, insbesondere den Segelflugverkehr, freizumachen. Die Aktivierung der HX-Bereiche wird mindestens zehn Minuten vorher über FIS und die VFR-ATIS auf 133,630 MHz bekannt gegeben.

Die "Tegeler Kontrollzone" wird per NOTAM deaktiviert und die neuen Pflichtmeldepunkte lauten November im Norden und Mike im Süden. VFR An- und Abflüge sollten im Regelfall über den Pflichtmeldepunkt November erfolgen. Das Stadtgebiet ist zum Großteil Kontrollzonen-frei geworden. Das ED-R 146 über dem Regierungsviertel bleibt unverändert und schafft nur einen schmalen Freiraum für Anflüge in die CTR über November. Es ist damit zurechnen, dass es vermehrt zu versehentlichen Einflügen in das Flugbeschränkungsgebiet kommen kann, insbesondere da sich das ED-R nun nicht mehr im Zuständigkeitsbereich der Towerlotsen befindet und Informationen zum ED-R so höchstens über FIS kommen könnten. Auch ist sicherlich eine intensivere Luftraumbeobachtung im Bereich zwischen der BER-CTR und dem ED-R 146 angebracht, da davon auszugehen ist, dass sich "Sightseeing-Verkehr" in diesem Bereich häufen wird.

 

ctr eddb 09Quelle:DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

 

Ein Durchflug durch die neue Kontrollzone von November nach Mike (oder andersherum) wird nur zu verkehrsschwachen Zeiten möglich sein, da bei beiden Pisten gleichzeitig eine Verkehrslücke gefunden werden muss. Auf beiden "alten" Berliner Flughäfen gab es eine Vielzahl von Tiefanflügen durch die Allgmeine Luftfahrt, welche es wohl nun nicht mehr geben kann/wird.

 

Ein bezahlbarer IFR-Anflug ist zur Zeit nur in EDAZ - Schönhagen möglich. Die Flugplätze Strausberg und Neuhardenberg wollen dies zukünftig auch anbieten. Während der IFR-Betrieb am Flugplatz Strausberg im Jahr 2021 aufgenommen wird, befindet sich Neuhardenberg noch in der Planungsphase.

Mit der Inbetriebnahme des BER ergeben sich allerdings auch Abhängigkeiten im IFR-Betrieb auf dem Flugplatz Schönhagen. So kommt es bei in Betrieb befindlicher BER-Piste 25L dazu, dass Staffelungen bei gleichzeitigen Anflügen auf Schönhagens Piste 25 unterschritten werden könnten. Um dies auszuschließen wurde eine IFR-PPR-Regelung für Schönhagen eingeführt (siehe AIP AD 2 EDAZ).

 

Quellen und weitere Informationen:




Kommentare

oleg Gussinski schrieb am 19.10.2020 um 22:28 Uhr:

Wie bescheuert muss man sein, als nahezu alleinigen Einflugpunkt November zu bestimmen. Wartet man auf einen Zusammenstoß über der Stadt?




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Wer in Richtung Osten fliegt, hat einen Steuerkurs von:



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